Kapitel 5

Se'Odro und Reyner guckten sich fragend an. "Was war das denn nun für ein Geräusch" fragte Se'Odro. Reyner antwortete: "Ich weiß es nicht, aber das ist erst mal unwichtig, wir müssen Alpha Centauri erreichen und hoffen, daß wir nicht noch mal angegriffen werden. Danach müssen wir raus finden, wer uns überhaupt angegriffen hat." Nachtschatten nam Witterung auf, es roch Beute und nun begann es sie zu suchen...

Cmd. Reyner und Lt. Se'Odro derweil versuchten immer noch das Geheimnis um das merkwürdige riesige Etwas zu klären, vor dem sie eben geflüchtet sind. Ein riesiges Objekt hat sich laut ihren Anzeigen vor dem Schiff aufgebaut und war so schnell da, wie es weg war. Nach ihrer Flucht konnten sie keine Spur mehr von dem unbekannten Objekt entdecken. Ein Wunder überhaupt, daß das Kryptonit-Antriebssystem die Flucht mitgemacht hat. Plötzlich sagte Reyner zu Se'Odro: "Was machen Sie hier eigentlich? Wollten wir uns nicht in der Furama-Bar treffen?"

Se'Odro hatte für einen Moment lang den FADEN verloren. "Ich, äh, ich war gerade auf dem Weg zu unserem Treffen als..." Mehr konnte er nicht sagen, da er just von einem schrillen Alarmton unterbrochen wurde. "Achtung! Alle verfügbaren Sicherheitskräfte sofort nach Ebene 5, Sektor 9. Dies ist keine Übung!" - "Ich bitte um Verzeihung, Sir. Wie sie hören werde ich dringendst gebraucht." Mit diesen Worten stürmte Odro auch bereits in Richtung Sicherheitszentrale. In der Zentrale herrschte reger, nahezu panischer Betrieb, Waffen wurden ausgeteilt, Schutzwesten angelegt und Gruppen gebildet. Odro ergreift sofort das Wort: "Moressen, was zum Henker ist passiert?" - "Es tut mir leid, Sir. Ich weiß auch nichts genaues. Es heißt, irgendein Monster wütet auf dem Schiff." - "WAS, WOLLEN SIE MICH VERARSCHEN?" - "Ne-Nein, SIR!" "OK, Tomsen, Lumes! Sie folgen mir. Das werde ich mir aus der Nähe betrachten." Nachdem Odro seine Schutzweste angelegt und sein Armtech MGL-12 geschultert hat, stürmte er gefolgt von zwei Offizieren in Richtung Turbolift.

Als die Tür vom Lift sich wieder öffnete, weiteten sich Odros Augen vor Entsetzen. Er schien mitten in einem Kriegsgebiet zu stehen. Das Licht war nahezu komplett ausgefallen, nur vereinzelt flackert noch eine Lampe auf, überall lagen Leichen, die vollkommen zerfleischt waren. Langsam tastete sich die kleine Gruppe voran, die Waffen immer schußbereit. Aus einiger Entfernung hörte man das Abfeuern von Waffen und die schreie einiger Verwundeter. Jetzt begann Odro zu laufen, in Richtung des Kampfgeschehens. Hinter der nächsten Biegung kniete ein Sicherheitsoffizier mit blutbespritzter Uniform und feuerte gnadenlos in die Dunkelheit vor ihm. "He, Stellen sie das Feuer ein. Worauf schießen sie denn eigentlich?" - "ES, es ist da. Es wird uns holen, uns ALLE." Wieder feuerte der Mann einen langen Feuerstoß in den dunklen Korridor."

"Aufhören, sofort!" Odro ging auf den Mann zu. Dieser fuhr herum und stoppte Odro, indem er seine Waffe auf Odros Kopf richtete. "Ruhig, Leutnant, ganz ruhig." - "Sie, sie verstehen das nicht, ES kommt wieder." - "Was, was kommt wieder?" In diesem Moment tauchte ein Schatten aus dem Dunkeln auf. Dieser packte den Leutnant am Kopf und zerquetschte diesen praktisch mühelos. Reflexartig brachte Odro sein MGL-12 hoch und zog den Abzug durch. Die Waffe begann zu summen und Sekundenbruchteile später feuerte sie hüllenlose Leuchtspurmunition durch den Gang. Der Schatten begann auf die drei Männer loszustürmen. Odro duckte sich nach Links weg und bemerkte, daß er ein oder zwei Treffer im Brustbereich des Viehs gutmachen konnte. Dann zog es an ihm vorbei und er wirbelte herum, doch es war schon zu spät. Tomsen lag am Boden. Aus der Wunde an seinem Hals quoll dickes, hellgrünes Blut. Von Lumes fehlte jede Spur. Und auch das Wesen schien wie vom Schiff verschluckt. Alles was man jetzt noch hörte, war daß Summen von Odro MGL-12 und sein pochendes Herz...

Eine totenstille machte sich um Odro breit, die nur durch das elektrische Zirpen der aufblitzenden Lampen unterbrochen wurde, und er konnte sein eigenes Herz in den Momenten dazwischen schlagen hören. Zwei der drei Männer, die eben noch bei ihm waren, liegen jetzt tot vor ihm, zerfleischt von einem Ding, das offensichtlich diese Ebene des Schiffes völlig verwüstet hatte. Vom dritten fehlt jede Spur. Er stand dort wie versteinert. In einiger Entfernung hörte er wieder das ihm schon bekannte Rumpeln in den Ventilationsschächten, aber er konnte es nicht orten. Ein plötzliches lautes Geräusch brach die Stille und riss ihn aus seiner Erstarrung wie aus einem Traum: Es war das Rauschen seines Headsets, als Reyner sich bei ihm meldete...

Rauschen, dachte er sich, duerfte doch bei einer rein digitalen Uebertragung gar nicht vorkommen. Irgendwas war hier oberfaul. "Bericht, was ist bei ihnen los?" - "Sir, riegeln sie Ebene 5 sofort ab, wir haben hier ein Problem. Ich komme jetzt wieder auf die Brücke zurück, wir müssen unter vier Augen sprechen." - "Ist gut, ich erwarte sie in meinem Raum."

Die Kabinentür öffnete sich mit einem leisem Zischen. Der Lichtschein vom Korridor fiel auf den von der Decke hängenden Mann. "Commander Irea, Sir!" "Ja was ist den, Hisigato?" "Sir," antwortete der Erste Offizier mit kraftvoller Stimme, "wir haben auf den Langstreckensensoren ein Schiff der Typhoonklasse geortet das sich in sehr schlechtem Zustand befindet, sollen wir den Kurs ändern?" "Ja, ja machen sie das, ich komme sofort." "Ja, Sir!"

"Hier ist die ISS OLYMP, rufe unidentifiziertes Schiff der Typhoonklasse, benötigen sie Hilfe? Ich wiederhole, hier ist die ISS OLYMP, von den Reguleren Truppen Cassiopeia`s. Bitte Identifizieren sie sich!" "... T....B HURONE..., haben schw..e Schä..n erlitten, erbitten Hilfe, TIB HURONE aus." "Haben verstanden HURONE."

"Also, Ladys, dieses mal ist es Ernst!" Sergeant McLuis? drehte den Kopf und beobachtete wie seine Männer ihre Kampfausrüstung überprüften. "Wie Leutnant Se` Odro bereits sagte ist diese DING verdammt schnell. Passt also bloß auf, ich möchte mich nicht aufhalten müssen einen Berg von Formularen auszufüllen weil´s eine von euch erwischt hat." "Noch fragen, ja Tomsen?" "Sir, ich wollte nur fragen mit wie vielen wir den rechnen müssen?" "Leutnant?" "Soweit wir wissen handelt es sich um ein Exempla.", antwortete Odro. "Wie bitte, nur eins? Jungs, legt die Beine hoch, das much ich alleine." "TOMSEN SEIN SIE HIER MAL NICHT SO GROSSKOTZIG, ICH WILL EINE SAUBEREN EINSATZ!", brüllte McLuis?. "Also in zwei Minuten geht´s los."

"Team Rot, weiter vorrücken! Blau, aufschließen." Sergeant McLuis? drehte sich zu Odro um. "Und sie sind sicher, das es noch hier ist?" "Laut unseren Information hat es diese Ebene noch nicht verlassen", erwiderte Odro. "Hier ist Rot, Sir, ich.. ich denke sie sollten das sehen." "Verstanden, schließen auf. Blau, gibt Deckung." "Lurion, Greteri und Findel, sie bilden die Nachhut. Odro, sie und Pettel folgen mir." Nach etwa 150 Metern ging der Korridor in eine art Nest über. So etwas hatte Odro noch nie gesehen. Überall lagen Körperteile von Crewmitgliedern, einige wurden anscheint bereits angefressen. "Bei den sieben Göttern von Urios, was tut so etwas?" "Hirus, bewaren sie Ruhe und sichern sie diesen Bereich." "JA, SIR!" "McLuis? an alle, aufschlissen." Odro wandte sich McLuis? zu "Sergeant, wir sollten diesen Bereich abbrennen und schnellstens abrücken. Das gefehlt mir nicht. Diese Dinger dort sehen aus wie Eier." "Vielleicht haben sie recht, aber diese Eier, oder was auch immer das war sind lehr. Greteri, kommen sie bitte mal mit ihrem Streulaser nach vorne." "Achtung, Findel hinter dir!" Tomsens Warnung lies alle herumwirbeln, doch hinter Findel war nur der lehre Korridor. Sofort begann Tomsens lautes zu Lachen. "Ha, ha, ha, ha. Wenn du dein Gesicht sehen Könntest. Ha, ha.." Noch bevor Sergeant McLuis? losbrüllen konnte, stockte Tomsen und versog schmerzerfühlt das Gesicht als er von einer Riesigen Klaue durchbohrt wurde. Sein Muskeln spannten sich vor schmerzen an und ein langer Feuerstoß aus seiner M79B1 HV-LMG tanzte über das Einsatzteam. Lurion Kopf explodierte in einer Fontäne aus Blut und Knochen. Pettel und Findel zuckten unter den Kugeln zusammen und stürzen zu Boden. Reflexartig warf Odro sich zu Boden. Sein versuch Sergeant McLuis? mit zu Boden zu bringen schlug fehl. Der Sargente wurde in die Luft gehoben, ein stück getragen und hart zu boden geschleudert. Dann brach das Chaos aus. Aus mehreren Richtungen tauchten Nachtschatten auf und stürzten sich auf das überraschte Team. Odro rollte sich ab und gab eine lange Salbe auf das erstbeste Ziel ab. Ihm schauderte als die Kugeln, den Ansturm des Wesen nicht einmal verlangsamte. "Unsere Waffen können ihnen nichts anhaben! Alle sofort Raus. Wir ziehen uns zurück." Odro hatte seine Befehl noch nicht einmal beendet als die, noch lebenden, Soldaten bereits auf dem Rückzug waren. Odro erschrak über sich selber, mit welcher Geschwindigkeit er den weg zum Aufzug zurücklegte.

"Commander Reyner, ich stimmen Commander Irea in allen Punkten zu, wir müssen die HURONE evakuieren. Ich schlage vor alle Besatzungsmitglieder unverzüglich auf die OLYMP zu fliegen und anschließend die HURONE zu sprengen." "Aber Odro ist das denn wirklich die einzige schanze?" Reyners Stimmung war sichtlich gedrückt. "Commander, ich weiß das es schwer ist sein Schiff aufzugeben, aber in anbetracht der Gefahr die von diesem Wesen ausgeht scheint es die einzige Lösung. Ich werde hier alles auf die Ankunft Ihrer Crew vorbereiten." Nach dem der Bildschirm schwarz wurde wandte sich Odro seinem Kommandanten zu. "Sir, ich kann ihre bedenken verstehen aber wir müssen so handeln. Ich werde die Evakuierung unverzüglich einleiten."

Eine heftige Erschütterung durchdrang die OLYMP. "Hisigato, bericht!", Commander Irea stürmte zu seinem Stuhl. "Dieses Schiff, das die HURONE angegriffen hat ist soeben an Backbord aufgetaucht. Unsere Sensoren haben es in einer Entfernung von 300 Klicks erfast. Es, scheint als hätte es eine art Tarnung. Sir, sie haben ohne Vorwarnung das Feuer eröffnet." "Roter Alarm! Schilde hoch, Ausweichen, Muster Teta 5 und erwidert das Feuer." Wieder wurde die OLYMP durchgeschüttelt. "Liter, ich brauche ein Verbindung zur HURONE!" "Verbindung steht, sie können sprechen." "Reyner, wir werden angriffen, verschwinden sie hier. Wenn wir dieses Schiff ausgeschaltet haben treffen wir uns bei Navigationspunkt Zulu 23." "Verstanden. Viel glück." "Sir, die HURONE ist gesprungen und außer Gefahr." Für den Bruchteil einer Sekunde schien Irea erleichtert doch mit dem nächsten Treffer wer er wieder voll da. "Guner, bericht." "Schilde nur noch zu 35% in Betrieb. Der schaden des Gegners ist... Oh, Aalmächtiger Siru." "Was ist den... Oh, Scheiße! Achtung, auf Einschlag vorbereiten. Alle Innergier der Hüllenintensität zuleiten."

Vor dem Buck des Fremden Schiff bildete sich eine riesige, grell Weiß leuchtende Kugel. Sie wuchs auf die Grosse eines LKWs an und raste dann auf die ISS OLYMP zu. Wo sie aus die hülle der OLYMP traf, begann diese sofort vor Hitze zu Kochen. Dieses Inferno tobte über dem Gasamten Schiff. Schnell begann sich das Schiff zu verformen. Nach etwa einer halben Sekunde, explodierte die OLYMP in einem riesigen Feuerball als ihr Kernantrieb der Hitze nachgab. Für etwa 10 Sekunden war das sonst so dunkle All heller erleuchtet als die Natuio-Steppe im Sonnenzücklues. Als sich das Grelle licht zurück zog, erinnerten nur noch kleine Splitter an den, 2500 Mann starken Galaxiecruiser ISS OLYMP 6075A...

To be continued...



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